Proteine / Eiweiß

Makronährstoffe

Proteine auf einen Blick

  • Proteine gehören zusammen mit Kohlenhydraten und Fetten zu den Makronährstoffen.
  • Der Nährstoff ist einer der wichtigsten Baustoffe im Körper von Tier und Mensch.
  • Proteine lassen sich vom Körper nicht speichern und müssen daher regelmäßig mit dem Futter aufgenommen werden.
  • Der Eiweißbedarf ist abhängig von Alter, Aktivität und Körpergewicht der Tiere. 

Definition: Was sind Proteine?

Proteine (Syn. Eiweiß, Rohprotein u.v.m.) gehören wie Kohlenhydrate und Fette zu den Makronährstoffen. Damit bilden sie einen zentralen Bestandteil der Nahrung von Heim-, Hobby- und Haustieren. Proteine sind besonders große Moleküle (sog. Makromoleküle). Diese wiederrum setzen sich aus einer Vielzahl kleinerer Bausteine, den , zusammen. Insgesamt existieren mehr als 20 unterschiedliche Aminosäuren, die mithilfe von Peptidbindungen miteinander verbunden sind. Diese unterscheiden sich durch ihre Anordnung sowie die räumliche Struktur und der daraus resultierenden Funktion.

Proteine nehmen im Körper unterschiedliche Funktionen wahr. Die vielleicht umfangreichste: Sie sind einer der wichtigsten „Baustoffe“ im Körper von Tieren. So benötigt der Organismus Eiweiß, um körpereigene Substanzen wie Gewebe, Muskeln und Organe zu bilden und zu erneuern. Der Nährstoff bildet beispielsweise das Baumaterial für Blutplättchen, Enzyme und Hormone.

Wie viel Protein benötigen Hund, Katze, Pferd & Co.?

Um die unterschiedlichen Körperprozesse in Gang zu halten, benötigt der Körper unentwegt Protein. Um den Bedarf zu decken, benötigen Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen, Hühner & Co. ausreichend Eiweiß mit dem Futter. Da der Körper Proteine nicht speichern kann, muss ihm der lebenswichtige Nährstoff mit der Fütterung regelmäßig und qualitativ hochwertig in bedarfsgerechter Menge So ist beispielsweise der Proteinbedarf wesentlich höher bei Jungtieren im Wachstum oder säugenden Tieren. 

Sonderfall: Proteinbedarf der Katze

Katzen haben im Vergleich zu anderen Tierarten einen besonders hohen Bedarf an Protein bzw. Eiweiß. Im Unterschied zu anderen Haustierarten ziehen sie den Nährstoff auch zur Energiegewinnung heran. Dieser Vorgang wird als „Glukoneogenese“ (Zuckerneubildung) bezeichnet. Zur Erinnerung: Hunde, Pferde, Kaninchen sowie Geflügel nutzen zur Deckung ihres Energiebedarfs vorwiegend Kohlenhydrate und Fette. Die Glukoneogenese ist kein besonders effektiver Prozess, weshalb Katzen viel Eiweiß zur Umwandlung aufnehmen müssen. So erklärt sich ihr, im Unterschied zu anderen Tierarten, vergleichsweise hoher Proteinbedarf.

Wie viel Protein steckt in meinem Futtermittel?

Wie hoch der Proteingehalt des Futtermittels ist, können Tierhalter*innen der Rubrik „Inhaltsstoffe“ auf dem Deklarationsetikett entnehmen. Dieses findet sich auf jedem Futtersack sowie auf den Produktseiten hier im Shop. Der entsprechende Wert wird dort meist als „Rohprotein“ (seltener „Protein“) in Prozent angegeben. Der Begriff „Rohprotein“ bezeichnet die Nährstoffgruppe, die durch ein bestimmtes Futtermittel-Analyseverfahren – die sogenannte „Weender Analyse“ – ermittelt wird.

Weiterführende Links

Quellen

Kamphues, Wolf, Coenen, Eder, Iben, Kienzle, Liesegang, Männer, Zebeli, Zentek (2014): Supplemente zur Tierernährung für Studium und Praxis, 12. überarb. Aufl., Deutschland, M.&H. Schaper

Iben, Liesegang, Wichert, Wolf (2021): Ernährung der Katze, 1. Aufl., Deutschland, Thieme Verlag