Mineralstoffe

Mikronährstoffe Mineralstoffe

Mineralstoffe auf einen Blick

  • Mineralstoffe sind – neben den Vitaminen – die zweite wichtige Klasse der Mikronährstoffe.
  • Die auch als Mineralien oder Minerale bezeichneten Stoffe dienen der Regulierung sämtlicher Stoffwechselprozesse.
  • Eine zentrale Funktion der Mineralstoffe ist der Aufbau von Zähnen, Knochen und Muskeln.
  • Sie beeinflussen den Wasser- und Elektrolythaushalt sowie die Blutgerinnung.
  • Eine Aufnahme kann nur über die Fütterung erfolgen, da der Organismus Mineralstoffe nicht selbst bilden kann.

Definition: Was sind Mineralstoffe?

Mineralstoffe (Syn. Mineralien, Minerale) bezeichnen alle anorganischen Bestandteile des menschlichen und tierischen Organismus. Sie bilden eine Untergruppe der Mikronährstoffe und lassen sich in Mengenelemente und Spurenelemente unterteilen. Zu den wohl bekanntesten Mineralstoffen gehören die Mengenelemente Calcium und Phosphor sowie die Spurenelemente Eisen, Zink und Selen. Die Konzentration von Mineralstoffen in den Körperzellen ist relativ gering. Dies darf jedoch nicht über ihre hohe Bedeutung für die regelrechte Funktion des Organismus hinwegtäuschen.

Jedes Haustier muss Mineralstoffe regelmäßig mit dem Futter aufnehmen. Der Grund: Die Nährstoffe sind entscheidend an der Regulierung sämtlicher Stoffwechselvorgänge beteiligt. Sie unterstützen den Aufbau von Zähnen, Knochen und Muskeln, beeinflussen den Wasser- und Elektrolythaushalt, wirken sich auf die Blutgerinnung aus und vieles mehr. Zudem übernehmen Mineralstoffe Aufgaben im Nervensystem und wirken positiv auf den Sehvorgang von Tieren. Schließlich fördern sie Fortpflanzungsprozesse und die Zellteilung.

Die Aufnahme erfolgt über die Nahrung zumeist in Form anorganischer Salze (bspw. Natriumchlorid). Zum Teil sind diese Nährstoffe auch organisch gebunden (bspw. Eisen im Hämoglobin, einer wichtigen Eiweißverbindung, die auch 90 Prozent der Roten Blutkörperchen ausmacht).

Wie viele Mineralstoffe benötigen Hund, Katze, Pferd und Co.?

Mineralstoffe sind essenzielle Nährstoffe. Das bedeutet, sie der Körper von Heim-, Hobby- und Haustieren kann sie nicht selbst bilden. Eine Zufuhr über die Fütterung ist deswegen zwingend notwendig. Nur so lässt sich der Nährstoffbedarf nachhaltig decken.

Der konkrete Bedarf richtet sich nach Tierart, Alter und Geschlecht. Aber auch die Aktivität hat Auswirkungen auf die benötigte Nährstoffmenge. Beispielsweise benötigen körperlich ausgelastete Sportpferde täglich wesentlich mehr Mineralstoffe (z. B. Calcium, Phosphor oder Natrium) als Stuten in der Erhaltung. Dieser leistungsbedingte Mehrbedarf muss über eine entsprechende Zufütterung ausgeglichen werden, soll eine Unterversorgung vermieden werden.

Quellen

Kirchgeßner, Manfred (1997): Tierernährung, 10. Aufl., Deutschland, Wien: Verlags Union Agrar.

Von Engelhardt, Wolfgang et al. (2015): Physiologie der Haustiere, 4. Aufl., Stuttgart, Deutschland: Enke.